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| Unser Baby Monat für Monat: Die ersten zwei Lebensjahre
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Absoluter Fehlkauf, bedenkliche Ratschläge
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Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) Rezension bezieht sich auf: Unser Baby Monat für Monat: Die ersten zwei Lebensjahre (Gebundene Ausgabe) Dieses Buch ist in meinen Augen ein absoluter Fehlkauf... Es mögen stellenweise zwar gute Tipps und Anregungen gegeben werden, aber die meisten Ratschläge für Eltern kommen so herüber, als ob es Eltern ohne großartiges pädgogisches und ortophädisches Fachwissen selbst geschrieben haben. Zwar sind die Autoren auch Eltern, aber eben vor allem auch Ärzte und da habe ich als Erzieherin schon einen erhöhten Anspruch auf das fachliche Wissen. Man vertraut ja als Eltern den Ratschlägen dieses Buches. Das einstigste was in dem Buch kompetent geschrieben ist, ist die Entwicklung des Kindes und die ärztlichen Untersuchungen, sowie Kinderkrankheiten.. Alles andere sind sehr fragliche Informationen und Ratschläge. Es wird z.B. behauptet, dass ein Baby frühstens mit sechs Wochen durchschlafen kann- was folgern unerfahrene junge Eltern daraus: "Aha also braucht mein Kind mit sechs Wochen keine nächtlichen Mahlzeiten mehr" Dieser Rat ist sehr bedenklich, da ein junger Säugling mindestens bis zum dritten Monat auch auf nächtliche Mahlzeiten angewiesen ist. Zumal die meisten Säuglinge mit sechs Wochen auch noch nicht durchschlafen- es gibt Eltern ein falsches Bild davon, was ein Baby können sollte und kann dementsprechend zu Enttäuschungen führen: "Mein Baby ist schon über sechs Wochen und schläft nicht durch, stimmt was nicht?" Es erhöht auch die Erwartungen an den jungen Säugling. Aber Säuglinge "funktionieren" eben nicht auf Knopfdruck. Jedes Baby ist eine eigene Persönlichkeit und mit unterschiedlichen Genen und Voraussetzungen und Verhaltensweisen ausgestattet. Es mag ja Babys geben die früh ein und durchschlafen, diese sind aber deutlich in der Minderheit. Ich bin ganz klar der Meinung das Eltern wissen sollten, dass es länger dauern kann bis ein Säugling/ Kind ein- und durchschläft. Selbst wenn das Kind keine nächtlichen Mahlzeiten mehr braucht- wird es noch bis ins Schulalter hinein nachts nicht immer durchschlafen- es hat Alpträume, Entwicklungsschübe, etwas aufregendes erlebt, Trotzphase.... Wenn das Kind dann wieder Erwarten eher (und gut) durchschläft sind die Eltern dann jedenfalls nicht enttäuscht- weil das Kind es ja können "muss" sondern eher positiv überrascht. Als Spielidee schlagen die Autoren unter anderem den Babyhopser vor. Zitat: "Babys lieben diese Schaukeln...mit Zehenspitzen sollte es den Boden erreichen können...die Stellung ist nicht optimal für die Wirbelsäule. Fragen sie im Zweifelsfall ihren Kinderarzt." Dieser Tipp ist zutiefst bedenklich, einerseits befürworten die Autoren als Ärzte!! diesen Babyhopser und dann soll man im Zweifelsfall den Kinderarzt befragen? Ein Babybuch sollte zweifelsfrei Ratschläge geben, die für das Baby gut sind. Ein Baby mag in so einem Babyhopser vielleicht Spaß haben, aber Spaß alleine kann nicht ausschlaggebend sein ein Kind in so einen Babyhopser zu setzen, die von den meisten Ortopäden schwer kritisiert werden. Hier sind die Erziehenden in der Pflicht: Wir sind die Erwachsenen- wir müssen entscheiden was für unser Kind gut ist. Ein Baby kann dies noch nicht entscheiden. Genau im geichen Stil wird die Babywippe erwähnt: "Tätigkeiten im Haushalt können sie oft mit der Beschäftigung ihres Babys verbinden...es kann ihnen aus seiner Wippe heraus zuschauen..." Kein Wort davon, dass so eine Babywippe kein Dauerparkplatz für so einen kleinen Säugling ist. Aber der für mich mit Abstand allerschlechteste Rat in diesem Buch ist, dass es ein Schlaftraining nach Ferber bereits mit einem Säugling im vierten Lebensmonat vorschlägt!! Das Schlaftraining besagt folgendes: Man lässt das Kind allein im Bett zurück und nimmt es nicht mehr hoch. Wenn es weint kommt man immer wieder zum Bett und versichert das alles in Ordnung ist streichelt es und geht wieder. Das ganze geht solange bis das Kind alleine eingeschlafen ist. Ein Säugling mit vier Monaten weiß noch nicht mal das es ein von der Mutter getrenntes Wesen ist, es empfindet sich als eins mit der Mutter. Für den Säugling heißt es zudem auch noch: "Aus den Augen aus den Sinn" - die Mutter exestiert für ein Baby in diesem Alter nicht mehr, wenn diese aus dem Raum geht. Wie also soll ein Säugling von vier Monaten dieses Programm begreifen, wenn das Gehirn noch gar nicht soweit ist dieses zu begreifen? Ein Baby in diesem Alter kann zudem auch noch nicht willentlich wach bleiben, geschweige denn die Eltern manipulieren oder Grenzen austesten. Wenn dieses Programm anschlägt, dann nur aus einem Grund: "Der Resignation" dem "Aufgeben" Mögliche Gedanken solch eines Säuglings: "Ich kann schreien soviel ich will, keiner tröstet mich oder stillt meine Bedürfnisse", "Ich habe Angst, wo ist Mama..." Zitat der Autoren: "Bei unserem ersten Baby machten wir mit sechs Monaten ein Schlaftraining, beim zweiten mit fünf und beim dritten mit vier. Es wäre besser gewesen, wir hätten es bei allen mit vier Monaten getan." Dieses Schlaftraining bereits so früh anzusetzen und das als Ärzte finde ich sehr bedenklich zumal selbst Ferber es erst mit 12 Monaten emfiehlt und das ganze auch nur dann, wenn die Eltern auf dem Zahnfleisch laufen und mit den Kräften am Ende sind. Erstaunlicherweise werden Babygeher von den Autoren nicht emfohlen. Zitat: "Babygeher bzw. Lauflerngeräte sind nicht emfehlenswert...sie führen häufig zu Stürzen...Zudem sind die Gestelle nachteilig für die körperliche Entwicklung, da sie eine schlechte Haltung und das laufen auf Zehenspitzen fördern." Wie soll jetzt noch wissen was dann richtig ist? Einerseits wird beim Babyhopser gesagt, dass die Zehenspitzen den Boden berühren sollen und beim Babygeher ist es jetzt plötzlich schlecht...die Autoren wiedersprechen sich mit ihren Aussagen selbst. Stillen ab dem 12. Lebensmonat wird von den Autoren als "peinlich" emfunden- Die Mütter die gerne länger stillen würden, werden durch diese Buch eher abgeschreckt, statt darin bestärkt. Ich finde jeder sollte jedem seine eigene Meinung zum dem Thema Stillen lassen. Ein Ratgeber-Buch sollte neutral ohne persönliche Gefühlseinfärbung von diesem Thema berichten können. Es ist ja schließlich kein Tagebuch einer Mutter, wo diese ihre eigenen Emfindungen zu bestimmten Themen beschreibt sondern ein allgemeingültiger Ratgeber für junge Eltern. Zudem emfiehlt die WHO sogar das Stillen bis ins zweite Lebensjahr. Wie lange eine Frau tatsächlich stillt, ist ihr natürlich selbst überlassen nur finde ich das Wort "peinlich" in einem Babybuch absolut fehl am Platz. Und warum sollte sich eine Mutter nach dem 12. Lebensmonat für das Stillen schämen müssen? Zitat:"Persönlich bin ich der Aufassung, dass Stillen über das zweite Lebensjahr hinaus ein bißchen peinlich ist." Beim dem älteren Baby wird bei Trotzreaktionen emfohlen es abzulenken Manchmal mag das auch durchaus angebracht sein und seine Berechtigung haben. Aber es gibt ja viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Ablenkung- leider auch sehr viele schlechte... Kurz nachgedacht: Was lernt ein Kleinkind auf Dauer, wenn es immer abgelenkt wird? "Wenn ich mich schlecht benehme, bekomme ich Unterhaltungsprogramm oder eine Leckerei" Das haben die kleinen sehr schnell raus. Das Kind lernt: "Aufälliges Verhalten wird belohnt." Dabei hat ein kleines Kind ein Recht darauf auch mal wütend und traurig zu sein und muss nicht ständig abgelenkt werden. Ein Kind lernt wenn es ständig abgelenkt wird auch nicht mit seinen negativen Gefühlen um zu gehen, da sie ständig unterdrückt und in andere Bahnen gelenkt werden. Viele Ablenkungen sind auch äußerst fragwürdig: Wie die Nuckelflasche, der Schnuller oder gar Nahrungsmittel. Dem Kind wird sprichwörtlich der Mund zugestopft. Und es wird der Drang des Kindes gefördert immer etwas im Mund haben zu wollen, obwohl gar kein Hunger oder Durst besteht. Es besteht kein Zweifel daran, dass dies später zu Gewichtproblemen, Zahnfehlstellungen, Karies oder gar im jugendlichen Alter zur Sucht (Alkehol, Zigaretten, Drogen..) führen kann. Weitere schlechte Ablenkungsmöglichkeiten: Die Mutter macht vor dem Kind Faxen, schneidet Grimassen, kauft ein Spielzeug oder sagt beispielsweise: "Guck mal ein Eichhörnchen" obwohl gar kein Eichhörnchen zu sehen ist. Bei den ersten Ablenkungen wird das Kind für sein Verhalten mit Aufmerksamkeit und materiell "belohnt". Dies spricht dafür, dass das Kind auf Dauer sein Verhalten bei dieser Art von Ablenkung bewusst wiederholen wird, damit die Eltern Faxen machen oder ein Spielzeug kaufen. Bei der Möglichkeit mit dem Eichhörnchen wird das Kind meiner Meinung nach für dumm verkauft und ver****** Die beste "Ablenkung" meiner Meinung nach ist das Kind nach dem Trotzanfall tröstend in den Arm zu nehmen. Dazu die Zitate der Autoren: "Bieten sie einen Snack oder ein Getränk an, weil es dann etwas zu tun bekommt.....ein Lied singen, Grimassen ziehen oder hüpfen sind schließlich weniger peinlich (und lustiger) als ein öffentlicher Wutanfall." Weiterhin wird der Fernseher auch für... 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Eine Rezension von Ein Kunde
vom 1. September 2011 | | |
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